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Schützengesellschaft "Waldfriedensee" Wildenheid
96465 Neustadt bei Coburg, Stadtteil Wildenheid

Pressebericht: Schützenfest 2019

Coburger Tageblatt vom 11.06.2019

Schützen im Schulterschluss

TRADITION Die Wildenheider Waldfriedensee-Schützen halten an ihrem Schützenfest und dem großen Festumzug durch den Ort fest. In diesem Jahr marschierten alle vier Neustadter Schießsportvereine dabei mit.

Von Manja von Nida

Wildenheid – Beim Pfingstschützenfest der Wildenheider Waldfriedensee-Schützen gehört der prachtvolle Festumzug zur Schützentradition, übrigens noch der einzige von vier Schützengesellschaften (SG) in der bayerischen Puppenstadt.

Dieses Brauchtum pflegt die SG Wildenheid mit viel Herzblut, und die Festbesucher kommen zahlreich. Am Pfingstwochenende wurde im Festzelt auf dem Köngshof an der Breslauer Straße drei Tage lang mit vergnüglichem Unterhaltungsprogramm ausgiebig gefeiert.

Ein beliebtes Event dabei ist stets die Krönung des Volkskönigs. Und heuer bekundeten beim "Jedermannschießen" zuvor gleich 101 Teilnehmer ihre Begeisterung für den Schießsport, verkündete Schützenmeister Holger Wüstefeld begeistert. Mit einem 96,6 Teiler bestieg ein strahlender Ralf Müller den königlichen Volksthron. "Mann, ich habe Jahre immer mitgemacht, war schon erster Ritter, aber noch nie König. Und zu meiner Frau habe ich immer gesagt, das will ich einmal werden", lachte der frischgebackene Volkskönig Müller euphorisch.

Bevor Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) mit dem Bieranstich Samstagabend das Wildenheider Schützenfest offiziell eröffnete, marschierten beim Festumzug zahlreiche Schützenabordnungen fröhlich grüßend durch die Straßen von Wildenheid. In diesem Jahr folgten gleich vier königliche Würdenträger und ihre jugendlichen Majestäten von vier SG mit dem Hofstaat der Einladung sowie der scheidende Volkskönig. Baumannns Musikkapelle aus Mengersgereuth-Hämmern vorneweg kündigte mit musikalischem Trommelwirbel den Festzug lautstark an. Erstmals marschierte auch Neustadts Privilegierte SG mit, was ihrem ersten Schützenmeister Lutz Wachsmuth besonders am Herzen lag: "Wir möchten damit unsere Verbundenheit mit unseren Schützenfreunden bekunden. Und es ist uns ein großes Anliegen, dass die Vereine gerne näher zusammenrücken dürfen".

Der Thüringer Patenverein "Schichtshöhn" zählte ebenfalls zu den treuen Schützenfreunden, wie auch eine Abordnung der SG aus Dörfles-Esbach. Nicht zu vergessen die Stammgäste "Lindenblüten", jene fröhlichen Stammtisch-Buben, die den Wildenheidern besonders gern damit viel Treue erweisen.

Schwierigkeiten gemeistert

Im Festzelt sage OB Rebhan dann begeistert: "Ich freue mich über das Schützenfest in Neustadts bedeutendem Stadtteil und danke für die Einladung". Es habe immer wieder Schwierigkeiten gegeben, und doch werde immer wieder an dieser Tradition festgehalten, richtete Frank Rebhan seinen Dank an das gesamte Organisationsteam um ersten Schützenmeister Ralf Schilha.

"Der Umzug war super", strahlte Majestät Schilha. "Wir hatten zirka 40 applaudierende Zaungäste und einen Hund". Bereits Freitagabend hatten Wildenheids Regenten Ralf Schilha und Jungkönigin Michaela Fritzsche ihren Hofstaat zur gemeinsamen Tafel eingeladen, um gut gestärkt in das Schützenfest zu starten. Bereits vor dem Schützenumzug herrschte Samstagnachmittag buntes Treiben beim Festplatzbetrieb.

Den Abend ließ "2 vor you" mit Musik ausklingen, und das Tanzen dazu hielt die Festgäste zudem noch sportlich fit. Am Sonntag und Montag wurde zum Familiennachmittag bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Reißenden Absatz fanden genauso die herzhaften Schützenfestschmankerln.

Die bunten Festbuden mit reichlich Spielvergnügen sowie süße Köstlichkeiten zogen kleine Festgäste besonders magisch an. Mädchen und Buben "buchten" ihre kleine "Rundreise" beim bunten Kinderkarussell inklusive Drehwurm als Reisebegleiter. Musikalischen Genuss schenkte zudem der Rödentaler Musikverein. Den Montag ließ "HoPeDi" musikalisch ausklingen.